OHA e.V. gegen Rodung am Osthang und für besonnenen Dialog.
- OHA Osthang
- vor 24 Minuten
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Der OHA e.V., der den Osthang bis 2024 über viele Jahre kulturell bespielt hat, spricht sich gegen die geplanten Rodungsmaßnahmen am Osthang aus. Eingriffe in den bestehenden Baumbestand und die Tierwelt erscheinen uns in der aktuellen Situation nicht verhältnismäßig.
Der Osthang war über ein Jahrzehnt hinweg ein gewachsener Kultur- und Naturraum. Durch Räumung und Absperrung wird dieser Ort der Stadtgesellschaft dauerhaft entzogen. Am Osthang ist der Bau eines Informationszentrums vorgesehen. Nach unserem Kenntnisstand besteht hierfür keine zwingende Verpflichtung im Zusammenhang mit dem UNESCO-Welterbestatus, sondern es handelt sich um eine lokalpolitische Entscheidung. Umso wichtiger wäre aus unserer Sicht eine transparente, öffentlich nachvollziehbare Prüfung von Alternativen. Ein schlüssiges Gesamtkonzept für das geplante Informationszentrum liegt bislang nicht vor. Dies wird der anhaltenden Kritik aus der Bürgerschaft nicht gerecht.
In der aktuellen Pressemitteilung der Stadt wird der OHA e.V. im Zusammenhang mit einem alternativen Standort an der Weststadt genannt. Dazu stellen wir klar: Eine Abstimmung über diese Darstellung hat im Vorfeld nicht stattgefunden. Wir haben einem möglichen Umzug grundsätzlich zugestimmt und prüfen diese Perspektive eigenständig und konstruktiv. Dies steht jedoch in keinem Zusammenhang mit unserer Bewertung der baulichen Maßnahmen am Osthang. Der OHA e.V. ist ein unabhängiger zivilgesellschaftlicher Akteur. Unsere Positionen entstehen eigenständig und sind nicht Teil einer gemeinsamen Kommunikationslinie mit der Stadt.
Unabhängig davon, dass wir derzeit kein Nutzungsrecht mehr am Gelände haben, fühlen wir uns dem Ort weiterhin verbunden. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie wichtig selbstverwaltete Kulturorte und zugängliche Freiräume für das städtische Leben sind.
Wir appellieren an den Magistrat, insbesondere an Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz, Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey sowie Planungs- und Umweltdezernent Michael Kolmer, verantwortungsvoll zu handeln und alles dafür zu tun, dass keine Menschen und Tiere zu Schaden kommen. Sollte es zu polizeilichen Maßnahmen kommen, erwarten wir ein verhältnismäßiges Vorgehen sowie den Schutz des Eigentums des OHA e.V., das sich weiterhin am Osthang befindet.
Unser Anspruch bleibt eine Lösung für den Osthang, die Naturschutz, kulturelle Nutzung und Dialog miteinander verbindet.
OHA e.V.
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